Zur Trennung von grammatischem Geschlecht und biologischem Geschlecht

Beitrag teilen: Facebooktwitterlinkedin

Die website Belles Lettres – Deutsch für Dichter und Denker  hat für meine Begriffe wunderbar das Gendering in der Sprache zur Sprache und auf den Punkt gebracht.1

Der Untertitel des Artikels lautet: „Die wissenschaftliche Erforschung des deutschen und indogermanischen Genussystems im Gegensatz zum ideologischen Gendersprech.“

…Genus, nicht Genuß, wobei das Lesen des Artikels doch auch ein derselbiger ist.

Ergebnis: Das grammatische Geschlecht trifft keine Aussage über das biologische Geschlecht:

  1. Das Maskulinum ist das Standardgeschlecht.
  2. Zum Neutrum gehören Substantive, die den Inhalt oder das Ergebnis einer konkreten Hand­lung bezeichnen.
  3. Zum Femininum gehören Ableitungen mit komplexer abstrakter Bedeutung und einem speziellen Suffix.

Ein paar Zitate:

„Wo Männer das Sagen haben, wird keine Gelegenheit ausgelassen, die Frau durch Doppelformen zu würdigen.“

„Der Rat der Universität Islands quillt dagegen inzwischen vor Frauen nur so über. Obwohl man dort für gender­gerechte Sprache nur das landes­typische schal­lende Lachen übrig hat, zeigt die Stellen­beset­zung bis hinab zur Haus­meiste­rei ein Gleich­maß an Männern und Frauen, das der Arche Noah das Wasser reichen kann.“

„Als Geschichtsbild der Gender Studies ergibt sich dies: Obwohl die Frau seit so langer Zeit sprechen kann wie der Mann und seit jeher die Hälfte jeder Popu­lation ausmacht, hat sie jahr­tausende­lang nichts gesagt und ist erst durch die moderne Frauen­bewegung zu Bewusst­sein und Sprache gekommen wie auf dem Planeten der Affen. Wenn sie doch gesprochen hat, durfte sie die Sprache höchstens mit­benutzen und musste so sprechen, wie es ihr der Mann vorgab. An der Entstehung und Entwicklung des Deutschen hatte sie keinen Anteil.
Wer nun nicht mehr aufhören kann zu lachen, …“

„Personenbezeichnungen auf ·er werden in der Genderideologie als Unter­drückungs­instru­ment an­gesehen, weil sie wie der Büstenhalter grammati­kalisch maskulin sind.“

„Im Tür­ki­schen gibt es kein Genus und nur ein Pro­nomen für alles. Die historisch be­grün­dete Domi­nanz des Mannes kann es dort folglich nicht geben.“

  1. http://www.belleslettres.eu/artikel/genus-gendersprech.php
Beitrag teilen: Facebooktwitterlinkedin

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.